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Kontrolliere deine Datendisziplin und steigere deine Anzeigen-Performance

Stärke deine Datendisziplin und verbessere die Anzeigen-Performance, indem du mit exakten Daten Kampagnen optimierst und gezielter ansprichst.

31 Jan. 20254 min. læsetidMartin Langborg HansenMartin Langborg Hansen

Hast du Datendisziplin? Wenn nicht, schöpfst du wahrscheinlich nicht das volle Potenzial deines Werbebudgets aus.

In einer digitalen Welt, in der Google seine Algorithmen immer besser steuert, ist es wichtiger denn je, mit den eigenen Daten – vor allem Produktdaten – diszipliniert umzugehen. Google sowie andere Plattformen verbessern sich laufend in Machine Learning, Big Data und Automatisierung. Deshalb ist es entscheidend, Googles Algorithmen mit den richtigen Daten zu versorgen, um das Beste aus deinem Werbebudget herauszuholen.

Nach diesem Beitrag weisst du, warum Produktdaten für deinen Webshop wichtig sind und welche Konsequenzen fehlende Datenpflege haben!

Inhaltsverzeichnis

Was sind Produktdaten?

Produktdaten sind jene Informationen, die du deinen Produkten im Webshop zuweist. Dazu gehören Titel, Beschreibung, Preis und selbst das Bild. Doch du kannst viel tiefer gehen als nur die sichtbaren Werte auf deiner Website. Wichtig sind auch Backend-Parameter, um Google oder Facebook ein besseres Verständnis zu geben – zum Beispiel Marke, Geschlecht (bei Mode) oder GTIN-Nummern.
Je nach verwendetem CMS gibt es grosse Unterschiede bei den Möglichkeiten. Relevante Produktdaten fehlen oft, wenn solche Felder in der Standardauswahl nicht verfügbar sind.

Mach deinen Produktfeed fit für Google Shopping

Gerade bei Google Shopping muss deine Produktdatengrundlage stimmen. Über einen Produktfeed und das Google Merchant Center schaltest du Anzeigen direkt im Shoppingbereich mit Bild, Titel, Preis und sogar Bewertungen. Der Produktfeed wird direkt aus deinem CMS gezogen – du solltest also möglichst viele Infos im Backend zu deinen Produkten pflegen.
Der Produkttitel ist für Google ein Haupt-Indikator für die Zuordnung zu Suchanfragen. Je nach Produkt kann es sinnvoll sein, Marke, Funktion, Material, Grösse, Farbe oder auch Seriennummer hinzuzufügen. Deine Titel und Beschreibungen sollten möglichst exakt zu den Suchbegriffen passen, nach denen Nutzer suchen.

Beispiel:
Suchbegriff: Nike Air Max 270
Schlechter Titel: „Nike Air Schuhe
Guter Titel: „Nike Air Max 270 Damen Sneaker – weiss

Dazu gibt es im Backend Werte wie Marke (Nike), Geschlecht (Damen) und Farbe (Weiss). Diese Angaben kannst du nutzen, um dynamisch Titel im Feed zu erzeugen, sodass für jedes Produkt der korrekte Titel automatisch generiert wird. Der Titel im Webshop muss nicht unbedingt identisch mit dem Titel in den Plattformen sein. Bei Google und Facebook kannst du im Titel problemlos mehr Informationen einfügen als auf deiner Website nötig sind.

Beispiel: So baut Zalando ihre Titel auf:


Im Feed enthält dieser Titel alle nötigen Infos zum Produkt (mit Anzeigefehler bei Geschlecht):


Das bedeutet nicht, dass du dieselbe Datenqualität wie Zalando erreichen musst – es soll nur zeigen, was mit Strukturierung möglich ist.

Die Datenfelder in deinem Produktfeed

Dein Produktfeed setzt sich aus mehreren Feldern zusammen, die die relevanten Informationen an die Ziel-Plattform weitergeben. Es gibt drei Feldarten:

  • Pflichtfelder
  • Empfohlene Felder
  • Individuelle Felder

Pflichtfelder

Je nach Plattform unterscheiden sich die Pflichtfelder. Die meisten Plugins setzen diese beim Auswählen einer Plattform automatisch.
Titel, Beschreibung, Preis und image_link sind typische Pflichtfelder.

Empfohlene Felder

Diese Felder sind nicht zwingend, aber meistens entscheidend, um sich vom Wettbewerb abzuheben.
Mit Feldern wie Marke und Produktart kannst du Kampagnen auf Marken- oder Kategoriebasis segmentieren. Zwei Felder, die wir immer empfehlen. Damit kannst du z.B. gezielt auf Marken oder Kategorien bieten, bei denen du die höchsten Margen erzielst – oder jene, bei denen du preislich besonders konkurrenzfähig bist.

Durch diese Angaben gibst du Google ein besseres Signal, um was für ein Produkt es sich handelt – und erhöhst deine Sichtbarkeit.

GTIN kann relevant sein

GTIN war früher Pflicht in Google Shopping, heute ist es nur noch empfohlen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine EAN, die ein Produkt eindeutig identifiziert. Damit weiss Google genau, um welchen Artikel es sich handelt. Es verschafft dir Vorteile bei Preisvergleich-Modulen und Co.
Manche Branchen profitieren besonders von GTIN. Fehlt sie im Feed, bist du im Nachteil, aber es gibt auch Gründe, warum Shops sie nicht haben. Dein Backend muss GTINs erfassen und die Nummern müssen vorliegen. Keine Panik, wenn sie fehlt – Anzeigen laufen trotzdem, aber: Wenn Google weiss, dass eine GTIN existiert und sie fehlt, kann das Produkt abgelehnt werden – v.a. bei bekannten Marken.

Manche Feeds profitieren zusätzlich von Parametern wie Geschlecht oder Grösse, damit die Zielplattform besser erkennt, wem das Produkt zugeordnet wird. Grösse ist etwa bei Fashion relevant. Dafür muss das System korrekt konfiguriert sein.

Individuelle Felder

Eigene Felddefinitionen brauchst du nur bei sehr spezifischen Segmentierungswünschen: z.B. wenn du für Preisbereiche unterschiedliche Budgets setzen oder nach Versandkosten bieten willst. Dann kannst du ein Freifeld bauen und dazu eigene Filter konfigurieren. Das ist eher technisch und Anfängern nicht zu empfehlen. Teilweise brauchst du dazu externe Tools.

Die wichtigsten Felder

Je mehr Daten du im Feed hast, desto besser deine Sichtbarkeit bei Google, Facebook, Pricerunner & Co. Die wichtigsten Felder:

  • title
  • description
  • availability
  • price
  • sale_price
  • image_link
  • link

Wenn möglich hinzunehmen:

  • brand
  • product_type
  • GTIN

Konsequenzen mangelhafter Datendisziplin

Fehlende Kontrolle über Produktdaten wirkt sich massiv auf deine Online-Marketing-Performance aus. Mögliche Konsequenzen:

  • Du kannst Produkte nicht segmentieren
  • Plattformen können deine Produkte Suchanfragen nicht zuordnen
  • Produkte werden im Feed abgelehnt
  • Weniger Produkte im Feed
  • Geringere Sichtbarkeit deiner Produkte online
  • Schlechtere Performance in Smart-Kampagnen, DPA-Anzeigen usw.

Diese Probleme sehen wir immer wieder in der Praxis. Bis sie behoben sind, bedeuten sie letztlich weniger Umsatz.

Allgemeine Tipps für bessere Datendisziplin

Beim Einrichten des Feeds solltest du einige Standardregeln beachten. Sie klingen simpel, werden aber häufig missachtet.

  • Feed aktuell halten
  • Aufräumen – Rechtschreibung und Sprache kontrollieren
  • Korrekte Gross-/Kleinschreibung nutzen – kein „SpOrTsShOeS FoR MeN“
  • Produkttitel und Beschreibungen sauber eintragen
  • Marke und Produktart konfigurieren
  • sale_price einsetzen – Rabatte kennzeichnen
  • Bilder zu allen Produkten

Wer diese Tipps beherzigt, legt eine starke Grundlage. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten – aber das ist der beste und einfachste Start.

Richtlinien einhalten

Neben den richtigen Angaben im Feed musst du die Plattform-Richtlinien befolgen.
In der Praxis bedeutet das gesunden Menschenverstand: Keine Fakes, gefährlichen oder anstössigen Produkte, etc.

In manchen Branchen ist Sichtbarkeit eingeschränkt oder es braucht spezielle Freigaben.

Das betrifft z. B. Artikel mit Alkohol, 18+ Inhalte, Gesundheitsprodukte, Politik oder Markenschutz.

Mehr aus Daten mit externen Tools holen

Viele Webshops lassen sich technisch nicht flexibel oder umfassend konfigurieren. Für diese Fälle gibt es viele Drittanbieter-Systeme, die helfen können. Die Liste ist lang – brauchst du Beratung zum optimalen Produktfeed, melde dich gern bei Wemarket unter 70 44 42 90 oder nutze das Formular: Kontakt.

Optimieren lässt sich der Feed zudem per Preis-Monitoring oder Margen-Tools, damit du in relevanten Produktgruppen wettbewerbsfähig bleibst – und profitabel.

Google übernimmt – Performance braucht Datendisziplin

Im letzten Jahr dominierten automatische Empfehlungen, Smart Bidding und smarte Kampagnen bei Google Ads. Googles Systeme werden immer intelligenter und steuern mehr als Menschen manuell leisten könnten – dank riesiger Datenmengen. Das ist Fluch und Segen, denn die Empfehlungen sind nicht immer optimal. Fakt ist aber: Googles Modelle sind so ausgereift, dass sie sich kaum noch übertreffen lassen.
Deshalb gilt: Je mehr du den Algorithmen fütterst, desto besser das Ergebnis – mit Daten, Bildern, Zielgruppenlisten und mehr.

Automatisierung und Smart-Kampagnen sind nicht immer die beste Wahl – nutzt du sie, ist exzellente Datendisziplin entscheidend.

Ich hoffe, der Beitrag zeigt dir, wie wichtig strukturierte Produktdaten sind. Viel Arbeit steckt in der Anreicherung, doch langfristig zahlt sie sich für deinen Umsatz und Unternehmenserfolg aus.

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