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Erfahren Sie, wie iOS 15 Ihre Newsletter beeinflusst und erhalten Sie Tipps, wie Sie Ihre E-Mail-Strategie erfolgreich anpassen.

Apple startet eine grosse Datenschutz-Initiative, um das Recht der Nutzer auf Privatsphäre zu schützen. Das bedeutet, dass alle Abonnenten mit Apple-Geräten die Möglichkeit haben, ihre E-Mail-Aktivitäten besser zu schützen.
Mit dem iOS 15 Update (geplant für Herbst 2021) können Ihre Abonnenten:
1. Das Öffnen-Tracking deaktivieren
3. Ihre E-Mail-Adresse verbergen
Dies kann grosse Auswirkungen für alle haben, die häufig Newsletter versenden, weil sich die Daten schlechter analysieren und optimieren lassen.
Wir zeigen Ihnen im Beitrag vier praktische Schritte, die Sie jetzt schon vorbereiten können.
Sehen wir uns aber zuerst an, was wir bisher wissen. (Die offizielle Apple-Mitteilung finden Sie hier.)

Viele verlassen sich auf die Öffnungsrate, um ihre E-Mail-Kampagnen zu bewerten. Wie effektiv war die Betreffzeile?
Vielleicht testeten Sie bisher, welche Willkommensmail für neue Abonnenten am besten läuft.
Mit iOS 15 wird es deutlich schwieriger, zu erkennen, welche E-Mail tatsächlich am besten ankam – als Kennzahl fällt die Öffnungsrate weg.
Auch Ihr E-Mail-Marketing-Tool kann die Relevanz Ihrer Kampagnen für Empfänger schlechter einschätzen, was die Zustellrate und Spam-Gefahr negativ beeinflussen kann.
Ihr E-Mail-System erkennt dann nicht mehr, wo sich die Abonnenten befinden. Zeitversetzter Versand nach Zeitzone ist nach iOS 15 erschwert.
Vor allem für B2B-Firmen, die Leads generieren möchten, entfällt die Möglichkeit, Mitarbeitende einer Firma zusammenzufassen.
Es wird erwartet, dass die neue iOS-Funktion „E-Mail verbergen“ angeboten wird. Nutzer können so Wettbewerbe oder Rabattcodes mit einer „alternativen“ Adresse nutzen. Die reale Adresse bleibt unsichtbar.
Auch werden Sie nicht sehen, ob Wettbewerber Ihre Formulare ausfüllen. Die Berechnung des Kundennutzens wird schwieriger, da Verhalten und Käufe nicht mehr an eine Adresse gebunden sind.
Ein Clean-up der Liste sichert beste Zustellung. Geringe Interaktion kann die Zustellung verschlechtern. Gewöhnlich löscht man inaktive Abonnenten oder sendet eine „letzte Chance“-Mail.
Nach iOS 15 wird dies schwerer – bereinigen Sie die Liste also möglichst vor dem Update.
Da Tracking künftig nicht mehr 100 % aller Öffnungen erfasst, wird Testen schwieriger. Testen Sie daher vor dem Update intensiv. So können Sie die besten Betreffzeilen finden – und für Automationen nutzen!

So erstellen Sie Split-Tests mit:
Mailchimp
Active Campaign
Klaviyo
MarketingPlatform
Wer seine Erfolge bislang anhand der Öffnungsrate gemessen hat, muss umdenken…
Gut, dass es noch weitere Metriken gibt: Klicks, Antworten, Abmeldungen usw.
Holen Sie aktiv Feedback: Informieren Sie Ihre Abonnenten, dass Rückmeldungen helfen, relevante Inhalte zu liefern.
Sie könnten beispielsweise eine Mail versenden, in der die Empfänger ihre Interessen angeben können.
Auf dieser Basis können Sie Ihre Empfänger „taggen“, um ihnen geeignete Inhalte zuzustellen.
Ermuntern Sie neue Abonnenten, ihre echte E-Mail-Adresse zu verwenden und nicht „E-Mail verbergen“. Bestätigen Sie z. B. bei Bestellung: Ohne richtige Mail-Adresse gehen Bestellungen, Beschwerden usw. möglicherweise verloren.
Das Update ist unterwegs und wird einiges verändern.
Noch sind nicht alle Folgen klar – Panik ist also nicht angebracht.
Wir müssen künftig mit anderen Kennzahlen als der Öffnungsrate arbeiten.
Manches lässt sich aber gut vorbereiten (siehe oben).
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